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Wir brauchen uns nicht weiter
    vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen
mit uns selbst und anderen fürchten,
  denn sogar Sterne knallen
manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
    Heute weiß ich: Das ist das Leben!

  Charlie Chaplin

Insbesondere in Konfliktsituationen hilft es mir, mich an eine der Grundannahmen der Gewaltfreien Kommunikation zu erinnern:

Alles, was jemand sagt oder tut, ist IMMER ein Versuch die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Menschen handeln immer für ihre eigenen Bedürfnisse und nie gegen andere.

Zugegeben, diese Annahme hilft mir dann nicht zwingend, mein Gegenüber sofort in den eigentlichen Absichten zu erkennen und zu verstehen und auch nicht dabei, die Situation in Null-Komma-Nix in eine Begegnung zu verwandeln.

Zumindest jedoch kann mir diese Erinnerung dabei helfen, meine Aufmerksamkeit auf das zu richten, was der/die andere mir eigentlich von sich mitzuteilen versucht.

Oder ich wähle dadurch eher, meine Aufmerksamkeit auf mein aufgewühltes Innenleben in Reaktion auf das von mir Verstandene (was nicht immer gleichbedeutend mit dem tatsächlich Gesagten ist!!!) zu legen: Dadurch finde ich dann vielleicht eher meinen nächsten Impuls, der verbindungsstiftend wirken kann, statt meine Energie im überlieferten Spiel von “Angriff-Gegenangriff/Vorwurfswettbewerb/ich-hab-Recht-und-du-ja-wohl-nicht!” zu verschwenden.

Letzteres raubt nicht nur allen Beteiligten Energie, sondern erschwert auch meistens ein Zusammenkommen im Dialog oder verhindert diesen gar ganz, weil es zum Kontaktabbruch kommt.

Die Fragen, von denen ich mich in schwierigen Gesprächen gern leiten lasse, sind:

Was brauche ich, um in einen entspannteren Kontakt mit meinem Gegenüber zu gelangen?
(z.B. Unterstützung beim Verstehen des Gegenübers, Raum für meine Sichtweise/mein Erleben, Vertrauen, dass uns beiden an einer Klärung gelegen ist und beide aufrichtig voneinander hören wollen …)

Wie soll das geschehen?
Worum will ich mich oder mein Gegenüber bitten?
(z.B. “Ich möchte wirklich gern verstehen, worum es dir geht und bin gerade unsicher, ob mir das gelingt. Kann ich erst mal wiedergeben, was ich gerade von dir verstanden habe und du sagst mir dann, ob du das überhaupt so meintest?”

ODER

“Mir ist wichtig, dass wir uns gegenseitig zuhören und verstehen, in dem, was jedem von uns gerade wichtig ist. Können wir das mal kurz so machen: Du erzählst mir jetzt drei Minuten la

deine Sicht, ich höre dir zu ohne zu unterbrechen und dann erzähle ich dir meine Sicht drei Minuten lang und du hörst ohne Unterbrechung zu? Vielleicht finden wir dadurch einen anderen Weg in die Verständigung. Einverstanden?”)

Sich in Auseinandersetzungen vom Leitstern des “gegenseitigen Verstehen wollens” (nicht zu verwechseln mit “einverstanden sein” ;-)) leiten zu lassen, kann oft Türen für tiefere Beziehungen öffnen, mehr emotionale Sicherheit für alle Beteiligten und ein wohligeres Gemeinschaftsgefühl entstehen.

Und vielleicht magst du dich bei deiner nächsten Auseinandersetzung auch einfach an die Zeile von Charlie Chaplin erinnern und dich dabei neugierig auf die Entdeckung des noch Unbekannten begeben:

“Sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten.”

Ich muss jetzt los: Am Wochenende knallten mein Stern und der Stern meiner Schwester aufeinander, der Stern meiner 14-jährigen Nicht war auch involviert. Nun wollen wir schauen, welche neuen Welten in diesem Sternengestirn entstehen können. 🙂

Ich wünsche dir einen schönen Tag!

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